Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 29.10.2026
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Anwendung kundenbuch zwischen Peter Oswald, Lemberg 39, 8274 Buch-St. Magdalena, Österreich („Anbieter") und seinen Kundinnen und Kunden („Kunde").
1.2 Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer. Verträge mit Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes werden nicht geschlossen.
1.3 Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
2. Leistung
2.1 Der Anbieter stellt dem Kunden die Anwendung kundenbuch über das Internet zur Nutzung im Browser bereit (Software als Dienstleistung). Der Funktionsumfang ergibt sich aus dem Angebot und der Beschreibung unter kundenbuch.at/funktionen zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Zusatzmodule sind gesondert zu buchen.
2.2 Zur Leistung gehört der Versand von SMS-Terminerinnerungen über einen SMS-Anbieter, mit der Rufnummer des Kunden als Absender. Voraussetzung ist, dass der Kunde berechtigt ist, diese Rufnummer zu verwenden, und dass sie beim SMS-Anbieter freigeschaltet werden kann.
2.3 kundenbuch ist keine Registrierkasse und kein Buchhaltungs- oder Zahlungssystem. Beträge, die am Termin erfasst werden, sind eine Notiz; Pflichten nach der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht bleiben Sache des Kunden.
2.4 Der Anbieter entwickelt die Anwendung weiter. Änderungen, die die vereinbarten wesentlichen Funktionen nicht einschränken, sind zulässig.
3. Vertragsschluss und Zugang
3.1 Der Vertrag kommt durch die Annahme eines Angebots des Anbieters in Textform (z. B. per E-Mail) zustande.
3.2 Der Anbieter richtet den Zugang ein. Der Kunde hält Zugangsdaten geheim, vergibt Zugänge nur an eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet.
4. Laufzeit und Kündigung
4.1 Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Seiten können ihn jederzeit zum Ende eines Kalendermonats kündigen. Dasselbe gilt für jedes Zusatzmodul.
4.2 Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde über die Anwendung Werbung ohne die erforderliche Einwilligung versendet oder mit der Zahlung trotz Mahnung mehr als 30 Tage in Verzug ist.
4.3 Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt).
5. Preise und Abrechnung
5.1 Es gelten die im Angebot genannten Preise. Bis auf Weiteres beträgt der Grundpreis 39 € im Monat; darin sind 200 SMS je Kalendermonat enthalten. Jede weitere SMS kostet 0,10 €. Das Zusatzmodul „Terminanfrage über die eigene Homepage" kostet 19 € im Monat. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
5.2 Als eine SMS gilt jeder Teil einer Nachricht, den das Mobilfunknetz als eigene SMS zustellt (bis zu 160 Zeichen, mit bestimmten Sonderzeichen weniger). Gezählt werden SMS, die an den SMS-Anbieter übergeben wurden, auch wenn der Empfänger sie nicht abruft.
5.3 Das SMS-Kontingent gilt je Kalendermonat. Nicht verbrauchte SMS verfallen am Monatsende und werden nicht in Folgemonate übertragen.
5.4 Die SMS, mit denen das Zusatzmodul „Terminanfrage" die Handynummer der anfragenden Person prüft (Code-SMS), sind im Modulpreis enthalten. Sie zählen nicht zum Kontingent und werden nicht gesondert verrechnet.
5.5 Abgerechnet wird monatlich. Beginnt oder endet der Vertrag während eines Monats, wird der Monatspreis anteilig nach Tagen verrechnet; das SMS-Kontingent gilt für den Kalendermonat voll. Rechnungen sind binnen 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen.
5.6 Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens zwei Monate vorher in Textform an. Der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
6. Pflichten des Kunden
6.1 Einwilligung der Empfänger. Der Kunde verschickt Erinnerungen nur an Personen, die dem zugestimmt haben, und hält die Zustimmung in der Anwendung fest. Widerruft jemand, trägt der Kunde das unverzüglich ein.
6.2 Keine Werbung. Die Anwendung dient ausschließlich Terminhinweisen. Der Kunde verwendet Vorlagen und Texte nicht für Werbung — auch nicht für die Anregung, eine Leistung in Anspruch zu nehmen. Für Direktwerbung per SMS gilt § 174 TKG 2021; schon eine einzelne Werbenachricht ohne vorherige Einwilligung kann eine Verwaltungsübertretung sein.
6.3 Gesundheitsnahe Betriebe. Erbringt der Kunde Leistungen mit Gesundheitsbezug (z. B. Fußpflege, Massage), gibt er das in den Einstellungen an und verwendet nur Texte ohne Angabe der Behandlung.
6.4 Richtige Daten. Der Kunde ist für die Richtigkeit der eingetragenen Telefonnummern und Termine verantwortlich. Erinnerungen an falsch eingetragene Nummern gelten als vom Kunden veranlasst.
6.5 Datenschutz gegenüber den eigenen Kundinnen. Der Kunde ist für die von ihm geführten Daten Verantwortlicher im Sinne der DSGVO und erfüllt insbesondere die Informationspflichten gegenüber seinen Kundinnen und Kunden. Nutzt er das Zusatzmodul „Terminanfrage", stellt er auf seiner Homepage die erforderlichen Datenschutzhinweise bereit.
6.6 Verletzt der Kunde diese Pflichten, hält er den Anbieter gegenüber Ansprüchen Dritter und behördlichen Strafen schad- und klaglos, soweit der Anbieter die Verletzung nicht selbst zu vertreten hat.
7. Verfügbarkeit
7.1 Der Anbieter bemüht sich um einen möglichst unterbrechungsfreien Betrieb, sagt aber keine bestimmte Verfügbarkeit zu. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt.
7.2 Die Zustellung von SMS hängt vom SMS-Anbieter und von den Mobilfunknetzen ab. Der Anbieter schuldet die Übergabe der Nachricht an den SMS-Anbieter, nicht den Zugang beim Empfänger. Die Anwendung zeigt Zustellberichte und weist auf nicht zugestellte Erinnerungen hin.
8. Haftung
8.1 Der Anbieter haftet für Schäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Für leichte Fahrlässigkeit haftet er nur bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
8.2 Die Haftung für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Termine, Folgeschäden und Schäden aus Ansprüchen Dritter ist — außer bei Vorsatz — ausgeschlossen. Die Haftung ist insgesamt mit dem Entgelt begrenzt, das der Kunde in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis bezahlt hat.
8.3 Zwingende gesetzliche Haftungsbestimmungen, insbesondere Art. 82 DSGVO, bleiben unberührt.
9. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, der mit dem Vertrag abgeschlossen wird und Bestandteil dieser Bedingungen ist. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.
10. Datenexport und Vertragsende
10.1 Der Kunde kann alle Daten seines Betriebs jederzeit selbst in der Anwendung exportieren (Kundinnen, Termine, Einwilligungen, Nachrichten als CSV-Dateien).
10.2 Nach einer Kündigung bleibt der Zugang bis zum Vertragsende bestehen, damit der Kunde seine Daten exportieren kann. Danach löscht der Anbieter die Daten des Kunden nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags.
11. Änderungen dieser Bedingungen
Änderungen teilt der Anbieter mindestens zwei Monate vor ihrem Inkrafttreten in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten sie als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung hin. Widerspricht der Kunde, kann jede Seite den Vertrag zum Inkrafttreten kündigen.
12. Schlussbestimmungen
12.1 Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts.
12.2 Gerichtsstand ist das für den Sitz des Anbieters sachlich zuständige Gericht.
12.3 Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen wirksam. Erklärungen in Textform können per E-Mail abgegeben werden.